Plarium Raid Test 2026: Lohnt sich das Gacha-RPG für F2P-Spieler?
Seit Wochen schiebt mir YouTube die RAID Shadow Legends Werbung rein. Du kennst das bestimmt. Überall diese überdrehten Influencer die schwärmen, wie episch das Spiel ist. Hand aufs Herz: Nach so viel Marketing-Bombardement wird man skeptisch.
Also habe ich mir vorgenommen, RAID mal richtig auf Herz und Nieren zu testen. Eine Woche lang, jeden Tag mindestens zwei Stunden. Ohne Geld auszugeben. Wie ein normaler F2P-Spieler eben. Mein Plarium Raid Test 2026 zeigt dir, ob sich das Gacha-RPG wirklich lohnt oder nur heiße Luft ist.
Spoiler vorweg: Es ist kompliziert.
Was ist RAID Shadow Legends überhaupt?
RAID ist ein sammelbares RPG mit über 700 Champions. Du baust Teams zusammen, kämpfst durch Dungeons und versuchst in der Arena andere Spieler zu besiegen. Das Gacha-System sorgt dafür, dass du neue Helden aus Kristallen ziehst – mal mit Glück, meist ohne.
Kurz und knapp: Denk dir Pokemon, aber düsterer und mit deutlich mehr Grind.

Forge of Empires
Wenn du ein strategisches Aufbauspiel ohne aggressive Monetarisierung suchst, ist das hier deine bessere Wahl. Faire F2P-Balance seit Jahren.
Gameplay: Wie spielt sich RAID wirklich?
Die ersten Stunden sind tatsächlich unterhaltsam. Das Tutorial führt dich geschickt durch die Systeme und du bekommst ständig neue Champions geschenkt. Fühlt sich an wie Weihnachten.
Was richtig gut läuft: Die Kampfanimationen sind beeindruckend. Jeder Champion hat seine eigenen Spezialfähigkeiten mit coolen Effekten. Die Grafik kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn sie manchmal überladen wirkt.
Auto-Kampf: Segen oder Fluch?
Nach Level 12 schaltest du den Auto-Modus frei. Theoretisch praktisch – das Spiel kämpft für dich. In der Praxis bedeutet das: Du schaust zu, wie dein Handy arbeitet. Stundenlang.
Hier zeigt sich das erste Problem. RAID ist weniger Spiel, mehr Fortschritts-Simulator geworden. Die meiste Zeit läuft es im Hintergrund während du andere Sachen machst.
Falls du RAID trotzdem ausprobieren willst: Spiel die ersten 30 Tage aktiv mit. Danach merkst du schnell, ob es dir wirklich Spaß macht oder nur Gewohnheit wird.
F2P-Realität: Wie weit kommst du ohne Geld?
Hier wird es interessant. In meiner Test-Woche bin ich bis Level 35 gekommen – komplett kostenlos. Das Tutorial-System pusht dich ordentlich nach vorne und verschleiert geschickt die Probleme.
Nach Tag 4 wurde der Fortschritt deutlich langsamer. Die Energy läuft schneller leer, die Gegner werden stärker, aber deine Champions entwickeln sich kaum weiter. Klassische F2P-Mauer.
Die Gacha-Falle
Das Herzstück von RAID sind die Champion-Pulls. Als F2P-Spieler bekommst du etwa 2-3 Pulls pro Woche. Klingt wenig? Ist es auch. Die Chance auf einen legendären Champion liegt bei 0,5%. Du rechnest selbst.
Gerade gestern habe ich 10 Kristalle gesammelt gehabt. 10 Pulls, 9 Mal Schrott, einmal einen brauchbaren Epischen. Frustrierend. Besonders wenn du siehst, welche Power-Champions andere Spieler haben.

Elvenar
Entspannteres Aufbauspiel mit Fantasy-Setting. Hier ist Geduld ein Vorteil, kein Nachteil. Perfekt für Spieler die keinen Stress wollen.
Monetarisierung: Wo RAID übertreibt
Hier muss ich Klartext reden: Die Monetarisierung in RAID ist aggressiv. Nicht nur ein bisschen, sondern richtig penetrant. Ständig poppt irgendein „Limited Offer“ auf. 99% Rabatt! Nur heute! Letzte Chance!
Nach drei Tagen hatte ich 27 verschiedene Kaufangebote bekommen. Siebenundzwanzig! Das ist keine Monetarisierung mehr, das ist Bombardement.
Pay2Win oder Pay2Progress?
Technisch gesehen ist RAID „nur“ Pay2Progress. Du kannst theoretisch alles kostenlos erreichen. Theoretisch. Praktisch würdest du Jahre brauchen für das, was Paying-Player in Wochen schaffen.
Ein Beispiel: Um einen Champion voll auszubauen brauchst du etwa 800 Energy. Als F2P bekommst du 130 Energy pro Tag. Zahlende Spieler kaufen einfach nach.
| Aspekt | F2P-Spieler | Paying Player |
|---|---|---|
| Champion-Pulls pro Woche | 2-3 Stück | 20+ Stück |
| Energy pro Tag | 130 Punkte | Unbegrenzt |
| Arena-Rang | Bronze/Silber | Gold/Platin |
| Endgame-Content | Nach Monaten | Nach Wochen |
Alternative Gacha-RPGs die fairer sind
Falls dich das Gacha-Prinzip interessiert, aber RAID zu gierig ist, gibt es bessere Optionen:

League of Angels – Heaven’s Fury
Ähnliches Sammel-RPG, aber mit fairerer F2P-Balance. Die Daily-Belohnungen sind großzügiger und du kommst auch ohne Geld gut voran.

Slayer of Souls
Mix aus Aufbau und RPG-Elementen. Weniger Gacha-Stress, mehr strategisches Gameplay. Gut für Spieler die Tiefe wollen statt Glücksspiel.
Communitys und soziale Aspekte
Ein Lichtblick bei RAID: Die Community ist tatsächlich hilfsbereit. In Clans findest du erfahrene Spieler die gerne Tipps geben. Der Clan-Boss ist ein gemeinsames Ziel das zusammenschweißt.
Allerdings herrscht auch viel Frustration. In Discord-Gruppen liest du täglich Beschwerden über die Monetarisierung und schlechte Pull-Raten. Die Community liebt das Spiel, hasst aber das System dahinter.
Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Community-Features Guide, wo wir erklären, wie du das Beste aus Gilden und Allianzen rausholst.
Finger weg von RAID wenn du zu Kaufimpulsen neigst. Die ständigen „Angebote“ sind psychologisch darauf ausgelegt, spontane Käufe zu triggern. Setz dir vorher ein festes Budget oder spiel lieber was anderes.
Performance und technische Aspekte
Technisch läuft RAID solide. Auf meinem drei Jahre alten Handy gab es keine großen Ruckler, auch bei den aufwendigen Kampfanimationen. Der Batterieverbrauch ist allerdings heftig – nach zwei Stunden war mein Akku bei 30%.
Die Ladezeiten sind okay, aber nicht überragend. Beim Wechsel zwischen Menüs wartest du manchmal 3-4 Sekunden. Nicht dramatisch, aber spürbar.
Falls du Performance-Probleme mit anderen Browsergames hast, schau mal in unseren Performance-Optimierung Guide.
Fazit: Lohnt sich RAID für F2P-Spieler?
Nach einer Woche intensivem Testen ist mein Urteil gemischt. RAID bietet solide Gameplay-Mechaniken und beeindruckende Präsentation. Die ersten 20-30 Stunden machen sogar richtig Spaß.
Das Problem: Die aggressive Monetarisierung killt langfristig den Spielspaß. Als F2P-Spieler fühlst du dich permanent benachteiligt. Jeder Fortschritt ist zäh erkämpft, während Paying-Player an dir vorbeiziehen.
Lohnt sich? Jein. Wenn du Gacha-RPGs magst und starke Nerven hast, kannst du RAID mal antesten. Aber erwarte nicht zu viel als F2P-Spieler. Für die meisten sind Forge of Empires oder Elvenar die entspanntere Wahl.
Einen direkten Vergleich mit anderen Mobile-RPGs findest du in unserem RAID vs AFK Arena Artikel.
Häufige Fragen
Ja, technisch ist das möglich. Allerdings ist der Fortschritt als F2P-Spieler sehr langsam und du wirst regelmäßig an Energy-Limits stoßen. Für gelegentliches Spielen reicht es, für ernsthafte Fortschritte wird es zäh.
Die Chance auf einen legendären Champion liegt bei 0,5% pro Pull. Es gibt aber ein Pity-System: Nach 220 Pulls ohne Legendary bekommst du garantiert einen. Als F2P brauchst du dafür etwa ein Jahr.
Offiziell ist es pay2progress – theoretisch erreichst du alles auch kostenlos. Praktisch ist der Unterschied zwischen F2P und Paying-Playern so groß, dass es sich wie pay2win anfühlt, besonders in der Arena.
Für ähnliches Gameplay: League of Angels oder andere Gacha-RPGs. Für entspannteres Gaming ohne aggressive Monetarisierung: Forge of Empires, Elvenar oder klassische Browsergames wie Grepolis.
Für die wichtigsten Daily-Aufgaben etwa 30-45 Minuten. Wenn du ernsthaft vorankommen willst, plane 1-2 Stunden ein. Viele Spieler lassen es aber im Auto-Modus nebenbei laufen.
