Enlisted
Free-to-Play ★ 4.0 / 5

Enlisted

· 3D Spiele · Browser (PC, Mobile)
Jetzt kostenlos spielen
Kein Download nötig — direkt im Browser spielbar

Was das Spiel besonders macht

Squad-basiertes Gameplay mit KI-gesteuerten Teammitgliedern
Mehrere historische Kampagnen aus dem Zweiten Weltkrieg
Authentische Waffenmodelle und Ausrüstung aus der Zeit
Verschiedene Spielmodi von Conquest bis Invasion
Zerstörbare Umgebungen und dynamisches Terrain
Fahrzeuge und Luftunterstützung in großen Schlachten
64-Spieler-Matches für epische Gefechte
Detaillierte Progression für Waffen und Ausrüstung

Enlisted im Test: Wenn der Zweite Weltkrieg zum Browsergame wird

Stellt euch vor, ihr könntet in die Stiefel eines Soldaten des Zweiten Weltkriegs schlüpfen, ohne dabei ein 60-Euro-Spiel kaufen zu müssen. Genau das verspricht Enlisted, ein ambitioniertes Free-to-Play-Projekt, das die großen Schlachten des Zweiten Weltkriegs in euer Browser-Fenster bringt. Nach unzähligen Stunden im virtuellen Schützengraben kann ich euch sagen: Das Spiel hat definitiv seine Momente – aber auch seine Tücken.

Das Konzept: Mehr als nur ein weiterer WW2-Shooter

Enlisted versucht sich vom überfüllten Markt der Weltkriegs-Shooter abzuheben, indem es ein interessantes Squad-basiertes System einführt. Ihr spielt nicht nur einen einzelnen Soldaten, sondern kommandiert ein ganzes Team von KI-gesteuerten Einheiten. Das klingt zunächst nach einem cleveren Twist – und ist es auch, zumindest in der Theorie.

Die verschiedenen Kampagnen führen euch durch ikonische Schauplätze des Zweiten Weltkriegs. Von den blutigen Landungen in der Normandie bis hin zu den urbanen Kämpfen um Berlin – jede Kampagne hat ihre eigene Atmosphäre und ihre spezifischen Herausforderungen. Besonders beeindruckend ist dabei, wie detailliert die historischen Schauplätze nachgebaut wurden.

Gameplay-Mechaniken: Zwischen Innovation und Frustration

Das Herzstück von Enlisted liegt in seinem Squad-System. Anstatt alleine gegen alle zu kämpfen, habt ihr immer ein kleines Team unter eurem Kommando. Diese KI-Soldaten folgen euren Befehlen, decken Flanken ab und können sogar Objectives erobern. In den besten Momenten fühlt sich das an wie echte Kriegsführung – koordiniert, taktisch, spannend.

Leider sind die KI-Kameraden nicht die hellsten Köpfe im virtuellen Militär. Manchmal rennen sie seelenruhig in gegnerisches Feuer, ignorieren Deckung oder bleiben an der unmöglichsten Stelle stehen. Das kann besonders in kritischen Momenten frustrierend werden, wenn ihr auf ihre Unterstützung angewiesen seid.

Die Waffenmechanik selbst ist solide umgesetzt. Jede Waffe fühlt sich anders an, hat ihre eigene Rückstoß-Charakteristik und ihre spezifischen Einsatzgebiete. Von der präzisen Kar98k bis zur feuerkräftigen Thompson – die historische Authentizität stimmt größtenteils.

Kampagnen und Modi: Abwechslung ist Trumpf

Enlisted punktet definitiv mit seiner Vielfalt. Die verschiedenen Kampagnen bieten nicht nur unterschiedliche Schauplätze, sondern auch verschiedene Spielerfahrungen. In der Normandie-Kampagne kämpft ihr euch durch die berüchtigten Landungsstrände, während ihr in der Moscow-Kampagne die eiskalten russischen Winter erlebt.

Jede Kampagne bringt ihre eigenen Waffen, Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände mit. Das sorgt für Langzeitmotivation, da ihr in jeder Kampagne praktisch von vorne anfangt und euch hocharbeiten müsst. Gleichzeitig kann das aber auch überwältigend wirken, besonders für Neulinge.

Die verschiedenen Spielmodi sorgen für zusätzliche Abwechslung. Conquest-Modi fordern taktisches Geschick, während Invasion-Szenarien pure Action bieten. Besonders die großen 64-Spieler-Matches können epische Momente liefern, wenn Panzer über das Schlachtfeld rollen und Flugzeuge über euren Köpfen kreisen.

Progression und Monetarisierung: Der Knackpunkt

Hier wird es problematisch. Enlisted ist zwar Free-to-Play, aber die Progression ist darauf ausgelegt, dass ihr entweder sehr viel Zeit oder echtes Geld investiert. Neue Waffen, bessere Ausrüstung und stärkere Squad-Mitglieder – alles kostet entweder unzählige Spielstunden oder einen Griff zum Geldbeutel.

Für Gelegenheitsspieler kann das frustrierend werden. Während zahlende Spieler mit besserer Ausrüstung und stärkeren Squads ins Gefecht ziehen, müht ihr euch mit Standard-Equipment ab. Das ist zwar nicht ungewöhnlich für F2P-Spiele, fühlt sich aber besonders in einem taktischen Shooter unfair an.

Technische Umsetzung: Optik trifft auf Performance

Visuell kann sich Enlisted sehen lassen. Die Umgebungen sind detailreich gestaltet, die Waffenmodelle historisch akkurat und die Explosionseffekte beeindruckend. Besonders die Zerstörung von Gebäuden und Deckung sorgt für dynamische Schlachten, in denen sich das Terrain konstant verändert.

Die Performance ist größtenteils stabil, auch wenn es bei besonders intensiven 64-Spieler-Matches manchmal zu Framerate-Einbrüchen kommen kann. Für ein Browser-basiertes Spiel ist das technische Niveau jedoch beachtlich.

Tipps für Einsteiger

Wenn ihr Enlisted ausprobieren wollt, hier ein paar Ratschläge aus der Praxis: Fokussiert euch zunächst auf eine Kampagne, anstatt zwischen allen zu wechseln. Das macht die Progression überschaubarer und weniger überwältigend.

Nutzt das Squad-System zu eurem Vorteil. Schickt eure KI-Soldaten vor, um Gegner zu lokalisieren, und flankt dann selbst. Auch wenn die KI nicht perfekt ist, kann sie als Ablenkung sehr nützlich sein.

Investiert früh in bessere Ausrüstung für eure Squad-Mitglieder. Ein gut ausgerüstetes Team macht den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage.

Fazit: Potenzial mit Hindernissen

Enlisted ist ein ambitioniertes Projekt, das in vielen Bereichen überzeugt. Die Schlachtatmosphäre ist beeindruckend, das Squad-System innovativ und die historische Authentizität lobenswert. Leider wird das Vergnügen durch aggressive Monetarisierung und durchschnittliche KI getrübt.

Trotzdem ist es einen Versuch wert – besonders, da es kostenlos ist. Wer die Geduld für das Grind-lastige Progressionssystem mitbringt und über die KI-Schwächen hinwegsehen kann, findet hier einen durchaus unterhaltsamen Weltkriegs-Shooter mit einigen frischen Ideen.

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Das gefällt uns
  • Beeindruckende Schlachtatmosphäre mit authentischem WW2-Setting
  • Innovatives Squad-System bringt taktische Tiefe
  • Große Auswahl an historisch korrekten Waffen und Ausrüstung
  • Mehrere abwechslungsreiche Kampagnen und Modi
  • Solide technische Umsetzung für ein Browser-Game
  • Komplett kostenlos spielbar
Das stört uns
  • Progression ohne Geldausgabe extrem zeitaufwendig
  • KI-Teammitglieder oft ungeschickt und unpraktisch
  • Monetarisierung kann für Ungleichgewicht sorgen
  • Überwältigende Menge an verschiedenen Kampagnen für Neulinge
Redaktionsbewertung
4.0
von 5 Punkten
Spieler-Bewertung
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Häufige Fragen zu Enlisted

Ist Enlisted kostenlos?

Ja, Enlisted ist komplett kostenlos spielbar (Free-to-Play). Es können optionale In-Game-Käufe angeboten werden, diese sind aber nicht notwendig.

Kann ich Enlisted im Browser spielen?

Ja, Enlisted ist ein Browsergame und läuft direkt in deinem Webbrowser. Du brauchst keinen Download und keine Installation — einfach die Seite öffnen und losspielen.

Wie gut ist Enlisted bewertet?

Unsere Redaktion hat Enlisted mit 4.0 von 5 Sternen bewertet. Den vollständigen Testbericht findest du weiter oben auf dieser Seite.